physiotherapie christiansen

 

Unser craniosacrales System umfasst die Strukturen des Schädels (Cranium) und der Hirnhäute, der Wirbelsäule, des Kreuzbeins (Sacrum) und der Rückenmarksflüssigkeit. Diese Flüssigkeit pulsiert mit einer Frequenz von 6–12 mal pro Minute und bildet so neben der
Atmung und dem Herzschlag einen weiteren zentralen Rhythmus in unserem Organismus. Er ist mit geübten Händen bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen am ganzen Körper und besonders am Kopf als sehr feine Bewegung spürbar und wird genutzt, um Dysbalancen festzustellen und zu lösen.

 

 

 

Craniosacraltherapie

  • FÜR KINDER
  • FÜR ERWACHSENE



Craniosacraltherapie für Säuglinge und Kinder

Die Craniosacraltherapie ist eine sanfte manuelle Behandlungsform, die aus der Osteopathie entstanden ist. Sie kann Säuglingen und Kindern helfen, bei verschiedenen Problemen wieder zu mehr Entspannung und in die Balance zu kommen.

 

Besonderheiten bei Säuglingen und Kindern

Baby bei Behandlung

Unter bestimmten Umständen kann es, oft unter der Geburt entstanden, zu Verschiebungen, Verzerrungen oder Verdrehungen der Knochen, der Hirnhäute, des Bindegewebes oder der Wirbelsäule kommen, die sich nicht von alleine erholen können. Dies kann zu ganz unterschiedlichen Problemen führen, die von Schlafstörungen bis hin zu Skoliosen reichen können. Ebenso kann eine stressbelastete Schwangerschaft oder eine schwierige Geburtserfahrung beim Säugling eine starke Anspannung erzeugen, die sich als Übererregbarkeit, in häufigem Schreien, Schlafproblemen oder anderen Symptomen ausdrücken kann.

Nach der Untersuchung des craniosacralen Systems und der Spannungszustände im Körper werden in der Behandlung die betroffenen Strukturen mit sanften manuellen Techniken und Griffen gelöst, entspannt und mobilisiert. Ebenso wird die Eigenbewegung des craniosacralen Systems wieder angeregt.
Bei Bedarf integriere ich Ansätze der Emotionellen Ersten Hilfe (EEH) oder geburtswiederholende Elemente in die Behandlung.

Wann kann die Craniosacraltherapie hilfreich sein?

Bei Säuglingen

  • Häufiges Schreien oder Übererregbarkeit ohne erkennbare Ursache
  • Unruhezustände
  • Kiss-Syndrom
  • Schlafprobleme
  • Säuglingsskoliosen
  • Bauchschmerzen und Blähungen
  • Schädelasymmetrien
  • Trink- und Schluckstörungen
  • Verarbeitung von belastenden Schwangerschafts- und Geburtserfahrungen (z.B.
    Kaiserschnitt, Saugglockengeburt, eine übermäßig lange Geburt, Narkosen,…)

Bei Kindern

  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Nackenverspannungen
  • zur Begleitung bei einer kieferorthopädischen Behandlung
  • Skoliosen (seitliche Verbiegungen der Wirbelsäule)
  • Blockaden der Wirbelknochen
  • Schiefhaltungen im Becken oder Beinlängendifferenzen

Erste Sitzung (Anamnese und erste Behandlung): 50 Minuten
Kurzberatung und Behandlung: 25-30 Minuten
Jede weitere Sitzung: 25-30 Minuten

 



Biodynamische Craniosacraltherapie für Erwachsene

Das biodynamische Modell

Die Biodynamische Craniosacraltherapie, die ihre Ursprünge in der Osteopathie hat, wurde um die Jahrhundertwende von Dr. William Sutherland entwickelt. Es entstand daraus eine eigene Methode, die sich auch von der Weiterentwicklung von Dr. Upledger aus den 80er Jahren unterscheidet.
Sutherland fand heraus, dass es neben den offensichtlicheren Körperrhythmen wie Atmung, Verdauungsbewegungen und unserem Herzschlag im ganzen Körper eine noch viel subtilere rhythmische Bewegung gibt.

 

Craniosacralterapie

Diese Bewegung als Ausdruck unserer grundlegenden Lebenskraft nannte er 'Primäres Respirationssystem'. Biologisch besteht das 'Primäre Respirationssystem' aus der Flüssigkeit, dem Wasser in unserem Körper, welches mehr als 70% eines Erwachsenenkörpers und fast 98% eines Embryos ausmacht.

Die langsamen und rhythmischen Bewegungen der Flüssigkeiten in und um das Gehirn und das Rückenmark nehmen unsere Lebenskraft (den 'Lebensatem', wie Sutherland es nannte) auf, und verteilen ihn als sehr subtile Bewegung im ganzen Körper. Dies sorgt auf eine tiefen Ebene in uns für Gesundheit und Wohlbefinden.


Durch Stress, Verspannungen, Schmerz, Unfälle, körperliche und/oder emotionale Traumata u.a. kann es zu Einschränkungen im 'Primären Respirationssystem' kommen.


Was geschieht in einer Sitzung?

Die Flüssigkeitsbewegung des 'Primären Respirationssystems in unserem Körper ist für mich als Behandlerin mit den Händen spürbar. So ist es möglich, Einschränkungen in den unterschiedlichen Ebenen der Beweglichkeit aufzufinden.
In der achtsamen, präsenten Stille einer Behandlungssitzung können dann durch sehr sanfte Berührungen feine Lösungsbewegungen im Körper, im Nervensystem und in der Seele stattfinden. Dabei wende ich mich als Behandlerin weniger einem bestimmten Symptom zu, sondern spreche mit meinen Händen eher eine Einladung an die gesunde Lebenskraft im Körper aus. Damit können sich Körper und Seele selbst regulieren und zu einer neuen Balance finden, die sich Richtung Gesundheit, Entspannung und Wohlbefinden bewegt.
Der Klient liegt während der Sitzung, die meistens als sehr entspannend wahrgenommen wird, angezogen auf der Behandlungsliege.

Behandlungsdauer pro Sitzung: 50 Minuten